
Eine neue Eisenbahnbrücke muss nicht unmittelbar an ihrem späteren Standort entstehen. Beim Projekt B14 Backnang werden zwei Brücken zunächst in seitlicher Lage hergestellt. Erst anschließend sollen die fertigen Bauwerke in ihre endgültige Position eingeschoben werden.
Dieser Bauablauf verbindet die Herstellung neuer Tragwerke mit den Anforderungen einer bestehenden Verkehrsinfrastruktur. Der temporäre Standort schafft Raum für die Bauarbeiten, bevor der Eingriff in die Bahnstrecken erfolgt.
Die RCBB Gruppe ist gemeinsam mit Max Bögl am Projekt in Backnang beteiligt. Die Zusammenarbeit ist im Projektportfolio der RCBB Gruppe aufgeführt.
Warum entstehen die Brücken neben ihrer endgültigen Position?
Beim Ersatz einer Eisenbahnbrücke treffen die Anforderungen der Bauausführung auf den bestehenden Bahnbetrieb. Die seitliche Herstellung ermöglicht es, wesentliche Arbeiten vor dem späteren Einbau durchzuführen.
Wie das Regierungspräsidium Stuttgart erläutert, dienen die Montageflächen zunächst der Herstellung der Widerlager und anschließend der Überbauten. Für 2027 ist der Einschub der fertiggestellten Brücken als gesamte Bauwerke vorgesehen.
Damit entstehen getrennte Bauphasen für die Herstellung und den Einbau. Für den Einschub sowie die anschließenden Arbeiten bleiben geplante Verkehrssperrungen erforderlich.
BW20 und BW21: Spannbetonhohlkasten und Stahlfachwerk
Die beiden Eisenbahnbrücken unterscheiden sich in ihrer Überbaukonstruktion:
| Merkmal | BW20 | BW21 |
|---|---|---|
| Überbau | Spannbetonhohlkasten | Stahlfachwerk |
| Gleise | Zwei | Ein Gleis |
| Stützweite | 64 m | 67 m |
| Statisches System | Einfeldträger | Einfeldträger |
Die offiziellen technischen Angaben unterscheiden zwischen der Bauart des Überbaus und dem statischen System.
Bei BW20 prägt der Spannbetonhohlkasten die Konstruktion. Bei BW21 ist das Stahlfachwerk das charakteristische Tragwerk.
Für die Stahlbrücke beschreibt die Mitteilung vom Mai 2026 den Einhub einzelner Segmente auf die Widerlager und Hilfsstützen. Anschließend werden die Segmente miteinander verbunden. Diese Montage ist vom späteren Brückeneinschub zu unterscheiden.
Brückeneinschub während der geplanten Sperrpause 2027
Der veröffentlichte Bauablauf sieht den Brückeneinschub während einer geplanten Bahnsperrpause im Jahr 2027 vor. Die dreimonatige Sperrpause umfasst weitere Arbeiten und entspricht nicht der Dauer des eigentlichen Einschubs. Maßgeblich sind die offiziellen Informationen zum Bauprogramm.
Der Einschub wird ein besonders sichtbarer Projektschritt sein. Die Voraussetzungen dafür entstehen jedoch bereits während der vorhergehenden Bauphasen.
RCBB Gruppe im Ingenieur- und Infrastrukturbau in Deutschland
Das Projekt Backnang gehört zum Engagement der RCBB Gruppe im Infrastrukturbau in Deutschland. Es verdeutlicht die Bedeutung eines abgestimmten Bauablaufs bei Arbeiten an bestehenden Verkehrswegen.
Für die Zusammenarbeit im Brückenbau sind neben der Tragwerksausführung auch die Schnittstellen zwischen den beteiligten Projektteams relevant. Ein klar definierter Leistungsumfang bildet dabei die Grundlage für die Abstimmung.
Weitere Referenzen finden Sie im Portfolio der RCBB Gruppe. Für Fragen zu einer Zusammenarbeit bei Bauprojekten in Deutschland kontaktieren Sie unser Team.
